BR-DE-15: Leitweg-ID / Käuferreferenz fehlt
Der mit Abstand häufigste Fehler beim Rechnungsversand an deutsche Behörden. Die XRechnung verlangt zwingend eine Käuferreferenz — im Behördenverkehr ist das die Leitweg-ID, mit der das Rechnungseingangsportal die Rechnung der richtigen Stelle zuordnet.
Was bedeutet dieser Fehler?
Regeltext der Prüf-Engine
Das Element "Buyer reference" (BT-10) muss übermittelt werden.
BT-10 ist in der EN 16931 optional, in der deutschen XRechnung-Ausprägung (CIUS) aber Pflicht. Deshalb läuft dieselbe Datei durch eine reine EN-16931-Prüfung und scheitert an der XRechnung-Prüfung.
Ohne Leitweg-ID kann das Rechnungseingangsportal des Bundes oder eines Landes die Rechnung keiner Behörde zuordnen und weist sie ab — auch dann, wenn sie sonst fehlerfrei ist.
Das Feld muss gefüllt sein. Ein vorhandenes, aber leeres Element genügt nicht.
Betroffene Felder
- BT-10 — Käuferreferenz, im Behördenverkehr die Leitweg-ID cbc:BuyerReference (UBL) · ram:BuyerReference (CII)
Beispiel
❌ FEHLERHAFT
<!-- kein BuyerReference-Element vorhanden --> <cbc:IssueDate>2026-09-14</cbc:IssueDate>
BT-10 fehlt vollständig — die XRechnung-Prüfung schlägt fehl.
✓ KORREKT
<cbc:BuyerReference>991-01234-56</cbc:BuyerReference> <cbc:IssueDate>2026-09-14</cbc:IssueDate>
Die Leitweg-ID steht im Feld. Format: Grobadressierung–Feinadressierung–Prüfziffer.
Häufige Ursachen
- Die Behörde hat die Leitweg-ID nicht mitgeteilt — sie steht meist in der Bestellung, im Vertrag oder auf der Website der Vergabestelle.
- Die Rechnungssoftware kennt das Feld, es wurde beim Kunden aber nie hinterlegt.
- Die ID wurde in ein Freitextfeld statt in BT-10 geschrieben.
- Im B2B-Geschäft ohne Behördenbezug wurde das Feld als „nicht zutreffend" weggelassen — es bleibt trotzdem Pflicht.
So behebst du den Fehler
Schritt 1: Leitweg-ID beim Empfänger erfragen
Bei Behörden steht sie in der Regel in der Beauftragung. Findest du sie nicht, frag die Rechnungsstelle direkt — ohne sie kann die Rechnung nicht zugestellt werden.
Schritt 2: Im Kundenstamm hinterlegen
Trage die ID einmalig beim Kunden ein, statt sie je Rechnung zu tippen. Die meisten Programme haben dafür ein Feld „Leitweg-ID" oder „Käuferreferenz".
Schritt 3: Ohne Behördenbezug einen Ersatzwert setzen
Im reinen B2B-Verkehr genügt eine sinnvolle Referenz des Empfängers — Bestellnummer, Kundennummer oder Projektkennzeichen. Leer lassen ist keine Option.
Fehler behoben? Jetzt erneut validieren
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